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::  News

Mittwoch, 29. Oktober 2008

 

::  Copa del Rey: Zweite Garde nach Irún

Mit dem Auswärtsspiel gegen Real Unión steigt am Donnerstag (21 Uhr) in Irún auch Real Madrid in den spanischen Pokalwettbewerb ein, der für den Rekordmeister in der Regel nicht ganz störungsfrei verläuft: So datiert die letzte Finalteilnahme der Blancos von 2004, und aus dem aktuellen Kader hat noch kein Spieler den "Königspokal" gewonnen. Noch nicht einmal das Urgestein Raúl, das heute den 14. Jahrestag seines ersten Einsatzes für Real Madrid begehen darf. Schon damals lag der letzte Pokalsieg fast anderthalb Jahre zurück.

Nun geht es also im Hinspiel des Sechzehntelfinales gegen den Tabellenführer der Segunda B, Gruppe I – und dafür greift Trainer Schuster tief in die Trickkiste: Raúl, Robben, Van der Vaart, Van Nistelrooy, Casillas, Cannavaro, Ramos, Gago und Pepe fahren erst gar nicht mit ins baskische Irún. Traditionell erhalten die Spieler, die im Ligabetrieb und im internationalen Wettbewerb nicht regelmäßig zum Zuge kommen, im Pokal ihre Einsätze. Für die morgige Begegnung sind berufen:

Tor: Dudek, Codina
Abwehr: Velayos, Antón, Marcelo, Salgado, Metzelder, Heinze
Mittelfeld: García, De la Red, Drenthe, Guti, Diarra, Sneijder
Angriff: Bueno, Higuaín, Saviola

Javier Velayos, Alberto Bueno und Chema Antón erfahren die überraschende Gnade der Berücksichtigung aus der zweiten Mannschaft – ein Novum unter Schuster. Diarra und Guti kehren nach kürzeren Verletzungspausen zurück und werden wohl Spielpraxis erhalten. In Abwesenheit von Cannavaro und Pepe dürfte auch Christoph Metzelder sein Minutenkonto etwas auffüllen können.

Seit seinem ersten Saisoneinsatz am 2. Spieltag gegen Numancia (komplett mit kleiner Tacker-Einlage) wurde der frühere Dortmunder erst wieder am vergangenen Wochenende beim Express-Aufwärmen im Spiel gegen Athletic gesichtet, als Pepe die verletzungsbedingte Auswechslung drohte. Nachdem der jedoch weiterspielen konnte, ging es für Metze zurück auf die Bank. Man darf also gespannt sein, wie gut er die Pokal-Chance nutzen kann, um sich näher an die erste Elf zu arbeiten.

Dienstag, 21. Oktober 2008

 

::  Die Alte Dame zieht vorbei

Eine ersatzgeschwächte Turiner Mannschaft erwartete Real Madrid am Dienstagabend zum dritten Spieltag in der Champions League-Gruppe H. Trainer Claudio Ranieri fehlten Top-Spieler wie Buffon, Camoranesi, Trezeguet oder Poulsen, nur mit Mühe bekam er einen kompletten Kader zusammen. Bernd Schuster musste zwar auf Guti und Diarra verzichten, konnte sonst aber aus dem Vollen schöpfen. Darüber hinaus brachten die Madrilenen den Schwung aus dem gewonnenen Stadtderby mit ins Turiner Olympiastadion.

Die "beste Abwehr Europas" (O-Ton Schuster) schaute jedoch ziemlich schnell etwas verdutzt aus der blütenweißen Wäsche. Bereits in der 5. Minute ließen Altmeister Alessandro del Piero und sein Sturmkollege Amauri im Zusammenspiel Madrids Innenverteidiger Pepe ganz alt aussehen, und Del Piero zog aus gut 20 Metern unhaltbar für Iker Casillas ab. Madrid hatte nach dem Rückstand zwar mehr Ballbesitz, aber keinerlei Ideen auf Lager, um die gut sortierten Turiner in Verlegenheit zu bringen – auch weil Ruud van Nistelrooy vornehmlich im Abseits herumtrabte. Unterdessen wurde der Ex-Turiner Fabio Cannavaro bei jedem Ballkontakt gnadenlos ausgepfiffen. In der 37. Minute kam Hasan Salihamidzic für den verletzten Claudio Marchisio, die Partie blieb jedoch erstaunlicherweiser fair und sauber.

So gab es die erste und einzige Gelbe Karte der Begegnung denn auch erst in der 49. Minute – bezeichnenderweise für "übermäßigen Torjubel" durch Trikotausziehen. Als Übeltäter tat sich Amauri hervor, der eine Hereingabe von Pavel Nedved mit einem kleinen Umweg über Gabi Heinzes Stiefelspitze zur 2:0-Führung in die Maschen köpfte. Juve verlegte sich nun aufs Verteidigen, was auch bitter nötig war, da Schuster nach einer knappen Stunde Arjen Robben für den kaum sichtbaren Gonzalo Higuaín brachte. Erst jetzt entwickelten die Gäste so etwas wie Gefahr, schnürten den Gegner bald in seiner Hälfte ein und sorgten für Torchancen im Zweiminutentakt. So traf Wesley Sneijder in der 61. Minute mit voller Wucht – allerdings nur den Pfosten. Sechs Minuten später flankte Heinze von links, Van Nistelrooy stand goldrichtig am Fünfmeterraum und nickte an Alex Manninger vorbei ein. Sollte hier gegen sichtlich müder werdende Hausherren doch noch etwas gehen für Spaniens Rekordmeister?

Madrid mühte sich, konnte jedoch kein Kapital aus dem Vorwärtsdrang schlagen, und so stand das in der Liga schwächelnde Juventus nach dem Abpfiff durch Wolfgang Stark als strahlender Sieger des Spitzenspiels in der Champions League und mit sieben Punkten als neuer Tabellenführer der Gruppe H da. Real Madrid liegt mit einem Zähler weniger direkt dahinter und erwartet die "Alte Dame" am 5. November zum Rückspiel.

Sonntag, 19. Oktober 2008

 

::  Ü-Ei schwarzgelb: Sieg – Niederlage – Unentschieden

Viel hing am Samstag im Bremer Weserstadion tatsächlich vom Blickwinkel des Betrachters ab, aber auch vom Zeitpunkt der Betrachtung. Nach einer eher ereignislosen ersten Hälfte, in der ein Torschuss von Kuba, der in der 25. Minute von Tim Wiese mit einem Rückwärtsdrall versehen und dann von Frank Baumann von der Linie gekratzt wurde, den Höhepunkt bildete, boten die zweiten 45 – und noch ein paar mehr – Minuten alles, was Fußball so begeisternd macht.

Die Bremer bauten gleich zu Beginn mächtig Druck auf, Abwehr und Torhüter der Schwarzgelben waren in höchstem Maße beschäftigt. Einen Gegenangriff über Sebastian Kehl stoppte Baumann im eigenen Strafraum mit unerlaubten Mitteln, Schiedsrichter Michael Kempter erkannte auf Strafstoß. Borussias etatmäßiger Elfmeterschütze Alex Frei hämmerte den Ball zur Abwechslung mal ins rechte Eck. Mit der Führung im Rücken zogen sich die Borussen zurück und widmeten sich der Defensivarbeit. Eine Unachtsamkeit auf der rechten Seite nutzte Sebastian Boenisch in der 68. Minute zu einer Flanke, die Baumann per Kopf in Roman Weidenfellers Tor unterbrachte.

Bremen drängte nach dem verdienten Ausgleich auf die Führung – und fing sich prompt einen Konter. Nach einer vom Unparteiischen nicht als Foul geahndeten Aktion von Aaron Hunt blieb Kuba im Ballbesitz und legte im Strafraum für den aufgerückten Mats Hummels quer, der nur noch einzuschieben brauchte (72.). Trotz wütender Angriffe der Hausherren sah der BVB nach 87 gespielten Minuten noch wie der Sieger des Nachmittags aus. Doch dann rollte sich Weidenfeller über einen Ball von Boenisch und Claudio Pizarro staubte eiskalt ab – 2:2! In der ersten Minute der Nachspielzeit war es wieder Pizarro, der nach einem Einwurf aus spitzem Winkel zum 3:2 einnetzte. Spiel gedreht, nun hieß der Sieger Werder Bremen und der Matchwinner Pizarro.

Doch auch das sollte nicht lange so bleiben. Florian Kringe setzte sich über die linke Angriffsseite durch und flankte von der Grundlinie in den Strafraum, wo Wiese den Ball nur wegfausten konnte – direkt vor die Füße des eingewechselten Ex-Bremers Mohamed Zidan, der mit Rechts vollstreckte und in seinem vierten Liga-Einsatz für den BVB sein erstes Tor erzielte.

Mit 13 Punkten aus acht Spielen steht Borussia Dortmund nun auf Platz 8 der Bundesliga-Tabelle und erwartet am kommenden Sonntag die Hertha aus Berlin, die mit einem Punkt mehr auf Platz 4 weilt. Wie schnell sich so was ändern kann, hat man am Samstag aber gesehen...

 

::  Sehr später Sieg im Stadtderby

Ohne Christoph Metzelder im Kader setzte sich Real Madrid am Samstagabend in einem denkwürdigen Spiel gegen den Stadtrivalen Atlético durch. Nachdem Ruud van Nistelrooy die Blancos bereits nach einer halben Minute in Führung gebracht hatte, passierte knapp 90 Minuten lang nichts, das letztlich einen Einfluss auf die Ziffern auf der Anzeigetafel hatte. Ganz langweilig wurde es durch je einen Platzverweis (nach einer halben Stunde ging Perea duschen, zehn Minuten später Van Nistelrooy), einige Fehlentscheidungen von Schiri Carlos Clos Gómez und dessen Behandlungspause jedoch nicht, bevor in der ersten Minute der Nachspielzeit Simao durch einen direkt verwandelten Freistoß der Ausgleich gelang. Und als sich selbst die Nachspielzeit ihrem Ende zuneigte, legte Johnny Heitinga im Strafraum Royston Drenthe – den fälligen Elfmeter verwandelte Gonzo Higuaín in der 97. Minute zum 2:1 für die Gäste.

In der Champions League-Woche geht es nun Schlag auf Schlag. Bereits am Sonntagmorgen stand für das Team des Rekordmeisters die nächste Trainingseinheit an. Die Reise nach Turin, wo Juventus am Dienstagabend als nächster Gruppengegner wartet, wird auch Christoph Metzelder antreten. Nach dem nächsten Liga-Spieltag (Heimspiel gegen Athletic) steigt Real Madrid in der Woche darauf dann auch in den Pokalwettbewerb ein.

Sonntag, 5. Oktober 2008

 

::  Déjà-Vu im DFB-Pokal

Weltmeisterin Kerstin Garefrekes hat am Sonntag die Achtelfinal-Begegnungen im DFB-Pokal der Herren ausgelost. Wie auch schon im Vorjahr, als der BVB es bis ins Pokalfinale schaffte, treffen die Schwarz-Gelben in der Runde der letzten 16 auf Werder Bremen – ein gutes Omen? Das Spiel findet am 27./28. Januar 2009 statt.

 

::  Raúls Doppelpack reicht für einen Punkt

Der siebte Sieg in Serie sollte es am Sonntagabend sein, doch es wurde für Real Madrid nur ein Unentschieden gegen Espanyol aus Barcelona. Einmal mehr ließ Bernd Schuster die nach seiner unbescheidenen Meinung "beste Abwehr Europas" auflaufen – vor Casillas sollten Ramos, Pepe, Cannavaro und Heinze für Ordnung sorgen – und einmal mehr kam diese Super-Abwehr mächtig ins Schwimmen.

19 muntere Minuten waren gespielt, als Gabi Heinze, für den gesperrten Marcelo die linke Abwehrseite besetzend, sich gegen Espanyols Stürmer Raúl Tamudo nicht anders als mit einem elfmeterreifen Foul zu helfen wusste. Tamudo trat höchstselbst an und verwandelte sicher gegen einen Iker Casillas, der in die falsche Ecke flog. Doch der Rückstand währte nicht lange: In der 25. Minute traf Madrids Raúl, der sich unter der Woche in St. Petersburg mit einem Platz auf der Bank begnügen musste, per Kopf zum Ausgleich.

In der 31. Minute gingen wieder die Katalanen in Führung: Román Martínez legte im Strafraum quer und der von keinem der Abwehrspieler in Weiß näher beachtete oder gar bedrängte Luis García kam am langen Pfosten völlig frei zum Abschluss. Noch vor der Pause gab es neben gelben Karten für die üblichen Verdächtigen (Ramos, Pepe) den erneuten Ausgleich zu sehen. Und wieder war es Kapitän Raúl, der sich im Strafraum fein durchsetzte und den Ball an Kameni vorbei ins Tor schob.

Tore hatte die zweite Spielhälfte nicht mehr zu bieten, dafür jedoch Chancen auf beiden Seiten, heftige Fouls, kniffelige Entscheidungen und daraus resultierende Diskussionen ebenso wie drei Einwechslungen bei Madrid; Christoph Metzelder war nicht dabei und saß bis zum Schluss auf der Bank. Mit 13 Punkten aus 6 Spielen steht Real Madrid nun auf Platz 5; Valencia und Villarreal führen die Tabelle punktgleich (16) an.

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