:: News
Samstag, 31. Mai 2008
:: EM-Generalprobe endet 2:1
Die Mannschaft von Joachim Löw bestimmte von Beginn an das Spiel, hatte aber gegen die defensiv eingestellten Serben, mit dem Dortmunder Verteidiger Antonio Rukavina, nicht die richtigen Ideen. In der 19. Minute konnten die Gäste eine Lücke zwischen den deutschen Innenverteidigern ausnutzen und gingen in Führung. In den darauffolgenden Minuten sah man ein eher kopfloses Anrennen der Deutschen, deren Bemühungen durch die Mitte zum Ausgleich zu kommen allerdings schnell und sicher geklärt wurden. Nach ca. 25 Minuten hatte sich die Offensive wieder im Griff und begann auch schöne Kombinationen zu zeigen. Bis zur Pause konnte der Rückstand jedoch nicht aufgeholt werden.
Die zweite Hälfte begann erneut mit einem druckvollen Auftritt der DFB-Elf, die jedoch in der 54. Minute dem Aluminium im eigenen Strafraum danken musste. Die Serben hätten nach einer Großchance mit 2 Toren in Führung gehen können. Doch diese Schrecksekunde konnte die Mannschaft um den Kapitän Michael Ballack nicht zurückhalten, es ging weiter in Richtung des gegnerischen Tores.
Die 70. Minute fand der Bundestrainer passend für die Einwechslung seines Edeljokers Oliver Neuville, denn der bis dahin spielende lokale Stürmer hatte weder ihn noch die Fans überzeugen können. Dieser Wechsel zahlte sich schon vier Minuten später mit dem Ausgleich aus: Wie im WM-Vorrundenspiel vor knapp zwei Jahren konnte Neuville einen guten Ball von außen, diesmal von Marcell Jansen, zu einem Tor verwerten. Nach diesem verdienten Ausgleich wollte die deutsche Mannschaft mit dem Sieg ins EM-Quartier reisen. In der 81. Minute war es der Kapitän höchstpersönlich, der eine Standardsituation, einen Freistoß, in ein Tor verwandeln konnte.
Christoph Metzelder sammelte 90 Minuten Spielpraxis und konnte an der Abstimmung mit seinen Abwehrkollegen arbeiten. In acht Tagen greift die Deutsche Nationalmannschaft in Klagenfurt zum ersten Mal ins EM-Geschehen ein. Wir wünschen unserem Ehrenmitglied eine gute Europameisterschaft, viel Erfolg und natürlich Gesundheit.
:: Malte Metzelder steigt mit Ingolstadt auf
Verteidiger Malte Metzelder kam nach 49 Minuten für Mario Neunaber ins Spiel und kann nun nach zwei gescheiterten Versuchen mit dem VfR Aalen, der es auch in dieser Saison nicht geschafft hat, in seinem ersten Jahr in der Audistadt den Aufstieg in die Zweite Liga feiern. Herzlichen Glückwunsch!
Mittwoch, 28. Mai 2008
:: DFB-Elf leidet gegen Weißrussland
Es war sicherlich ein Schock für Joachim Löw: Das Testspiel gegen Weißrussland hat noch einige Schwächen in der deutschen Elf offenbart. Die Abwehr ist noch nicht eingespielt, im Mittelfeld fehlt es an Ideen. Christoph Metzelder durfte nach seiner langen Verletzungspause erstmals wieder 90 Minuten für Deutschland spielen. Nach nur zehn Minuten durfte man den ersten "Salto" von Miroslaw Klose bejubeln. Nach einem schönen Pass von Podolski umkurvte er den weißrussischen Keeper und schob sicher ein. Dass Klose im Abseits gestanden hatte, war den slowenischen Referees entgangen. Fünf Minuten später wurde es erneut laut im Stadion, als Anton Putsilo vom HSV Bastian Schweinsteiger heftig foulte und der Mittelfeldakteur am Sprunggelenk behandelt werden musste. Ob und wie lange er eine Trainingspause einlegen muss, ist noch offen.
Der von Beginn an agierende Ex-Borusse David Odonkor schloss einen der für ihn typischen Flügelläufe mit einer Flanke ab, die ein weißrussischer Abwehrspieler in der 20. Minute mit dem linken Fuß ins eigene Tor verlängerte. Insgesamt trat Löws Team in der ersten Halbzeit nicht so souverän auf wie erhofft. Die Weißrussen kamen zu einigen Möglichkeiten, bei denen Jens Lehmann nicht immer ganz gut aussah. Kurz vor dem Seitenwechsel parierte er aber einen Schuss von Weißrusslands Star Aljaksandr Hleb glänzend.
Mit Wiederanpfiff kamen Jermaine Jones für Kapitän Michael Ballack und Debütant Marko Marin (Gladbach) für Schweinsteiger. Später folgten Patrick Helmes (54. Minute für Klose), Angreifer Oliver Neuville (54. für Podolski), HSV-Akteur Piotr Trochowski (67. für Torsten Frings) und Bremens Clemens Fritz (79. für Odonkor). Es war ein guter Auftritt von Marko Marin. Immer wieder setzte er sich besonders flink in Szene und leitete die eine oder andere Chance ein. Die Konzentrationsschwächen in der deutschen Abwehr wurden aber nicht weniger. In der 49. Minute konnte Weißrusslands Sitko, bedrängt von Per Mertesacker, seine Chance nicht nutzen und zehn Minuten später war kein weißrussischer Akteur zur Stelle, um eine Flanke von Hleb zu verwerten. In der 61. Minute fiel dann aber der verdiente Anschlusstreffer: Einem Linksschuss von Stürmer Vitaly Bulyga konnte Lehmann zwar noch mit den Fingerspitzen das Tempo nehmen, doch Mertesacker kam zu spät, um das Tor noch zu verhindern.
Zwei Minuten vor Ende der Partie gelang Weißrussland - das zuvor schon mehrere Chancen ungenutzt gelassen hatte - sogar noch der Ausgleich. Nach einem Fehler von Jones ließ Bulyga anschließend Metzelder aussteigen und auch Lehmann sah bei dem Flachschuss ins rechte Eck nicht gerade gut aus. Nach dem Spiel wurden noch kräftig Autogramme für die am Bus wartenden Fans geschrieben und anschließend ging es direkt zum Flughafen nach Zweibrücken, wo die Chartermaschine nach Palma wartete. Das letzte Testspiel vor der EM findet kommenden Samstag (17:30 Uhr) in der Turnhalle zu Buer gegen Serbien statt.
Montag, 26. Mai 2008
:: Ohne Sechs nach Lautern
Die angeschlagenen René Adler und Mario Gomez, die erkrankten Arne Friedrich und Tim Borowski, die sich laut DFB auf dem Wege der Besserung befinden, sowie die "überspielten" Kranyi und Simon Rolfes bleiben auf der Insel und werden dort von einigen Betreuern aus der zweiten Reihe - nun ja, betreut. Sie sollen individuelle Trainingseinheiten absolvieren.
Während sich Bundestrainer Joachim Löw nach dem abendlichen Abschlusstraining zum Zahnarzt begibt, werden die 20 verfügbaren Spieler zur obligatorischen Regelkunde-Stunde anrücken. Volker Roth, der Vorsitzende des DFB-Schiedsrichterausschusses, erläutert den Kickern den UEFA-Leitfaden für die Referees und kann dabei vielleicht auch zur Klärung der ewig jungen Frage beitragen: Was ist eigentlich ein Freistoß?
Freitag, 23. Mai 2008
:: Jürgen Klopp ist Trainer des BVB
Jürgen Klopp selbst freute sich nach "einer ziemlich extremen Woche" auf die Vorbereitung und auf die Mannschaft, er habe "eine Riesenlust, das jetzt zu machen." Der Stamm der Mannschaft habe Qualität und Potenzial, sagte der 40-jährige Sportwissenschaftler mit Diplom und Fußballehrer mit Lizenz und kündigte einige – personelle und individuelle – Veränderungen an. "Das Ganze wird sehr intensiv werden", versprach er und hoffte für 2009 neben dem Vereinsjubiläum auf weitere erfreuliche Momente.noch keine Mannschaft
von mir gespielt.«
Montag, 19. Mai 2008
:: Borussia Dortmund und Thomas Doll trennen sich
Borussia Dortmund sei Thomas Doll für seine Tätigkeit zu großem Dank verpflichtet, so der BVB weiter. Hans-Joachim Watzke betonte in der Pressemitteilung: "Von seiner Arbeit bleibt, dass Thomas Doll dem BVB im letzten Jahr souverän den Klassenerhalt gesichert hat und dass er durch das Erreichen des DFB-Pokalfinales dem Club für die kommende Saison die Teilnahme am UEFA-Cup ermöglicht hat."
Sonntag, 18. Mai 2008
:: Madrid beendet die Saison mit einem Torfestival
Es dauerte gut zwanzig Minuten, bis die Tormaschine warmgelaufen war, dann köpfte Ruud van Nistelrooy nach einer Ecke seines Landsmanns Sneijder und einer Kopfballverlängerung von Sergio Ramos das 1:0. Wenige Minuten später besorgte Ramos, der unter der Woche verkündet hatte, dass er bei Real Madrid alt werden möchte, persönlich das 2:0. Kurz vor der Pause versenkte van Nistelrooy einen Querschläger zum 3:0 für die Hausherren, die bereits die Trikots der kommenden Saison vorführten.
In der 52. gelang Geijo der Anschlusstreffer, doch kaum drei Minuten darauf stellte Wesley Sneijder mit einem Freistoßtor den alten Abstand wieder her. In der 63. Minute löste Christoph Metzelder seinen Abwehrkollegen Fabio Cannavaro ab. Vielleicht hätte Bernd Schuster aber besser Pepe auswechseln sollen, denn dem entwischte wenige Sekunden später abermals Geijo und markierte das 4:2. Zehn Minuten vor dem Schluss der Partie erzielte Sergio Ramos das 5:2, die Feier konnte beginnen: Um 23 Uhr reckte Kapitän Raúl Gonzales Blanco – von Nationaltrainer Luis Aragonés unverständlicherweise nicht für die Europameisterschaft nominiert – die riesige Trophäe in den wolkenverhangenen Nachthimmel von Madrid. Und das war erst der Anfang einer langen Party.
Samstag, 17. Mai 2008
:: Nach dem Spiel steht die 13
Nach diesem Doppelschlag der "UEFA-Cup-hungrigen" Wölfe fand der BVB längere Zeit nicht richtig ins Spiel und musste sich weiterer Angriff erwehren. Ab Spielminute 20 kam das Selbstbewusstsein wieder und die Borussia strebte in Richtung des Wolfsburger Tores. Dieser Wille und das Engagement wurden nach einem schönen Zuspiel des Innenverteidigers Mats Hummels dann in der 25. Minute durch das Tor von Alexander Frei belohnt.
Eine Riesenmöglichkeit bot sich kurz vor der Halbzeitpause, als Diego Benaglio, Torwart des VfL Wolfsburg, Alexander Frei im Strafraum regelwidrig von den Beinen holte. Vom Elfmeterpunkt aus gab es nun erneut dieses Schweizer Duell, denn beide Spieler sind Mitglieder der Schweizer "Nati". Den Strafstoß der Dortmunder Nr. 13 konnte der Keeper jedoch abwehren und seiner Mannschaft den Vorsprung retten.
Obwohl die Borussia dem Ausgleich nach der Pause sehr nahe waren, fiel das Tor für die Werksmannschaft in der 64. durch einen guten Weitschuss von Schäfer. Jetzt wurde der Kampfgeist der Westfalen erneut angestachelt, und in der 69. Minute war es wieder Alex Frei, der den Ball in die Maschen schoss. Und der Dortmunder Stürmer hatte immer noch nicht genug, nur Sekunden später jubelte das Westfalenstadion über den Ausgleich, doch das Schiedsrichterteam entschied, diskussionswürdig, auf Abseits. Der Rückstand wurde in der 76. Minute durch Grafite doch noch auf zwei Tore erhöht und konnte bis zum Abpfiff nicht wettgemacht werden.
Freitag, 16. Mai 2008
:: Bergtour 2008: Metze kraxelt mit
WM-Spezialist Christoph Metzelder, der sich nach einer mehrmonatigen Verletzungspause mit einer bemerkenswerten Punktlandung just-in-time fit gemeldet hat, ist zum ersten Mal in seiner Karriere Teil eines EM-Kaders.
Eine Überraschung wie bei der Nominierung von David Odonkor vor der WM 2006 gab es auch diesmal – unter anderem mit der Berufung von David Odonkor. Gleich drei Zweitligakicker nimmt Löw mit ins Trainingslager: den Kölner Patrick Helmes und die beiden Gladbacher Oliver Neuville und Marko Marin. Torhüter Timo Hildebrand vom FC Valencia fand keine Berücksichtigung.
Hier der vorläufige Europameisterschaftskader 2008 der deutschen Nationalmannschaft im Überblick.
Tor
- Jens Lehmann
- Robert Enke
- René Adler
Abwehr
- Christoph Metzelder
- Per Mertesacker
- Philipp Lahm
- Arne Friedrich
- Marcell Jansen
- Clemens Fritz
- Heike Westermann
Mittelfeld
- Michael Ballack
- Thomas Hitzlsperger
- Simon Rolfes
- Torsten Frings
- Bastian Schweinsteiger
- Piotr Trochowski
- Tim Borowski
- Jermaine Jones
- David Odonkor
- Marko Marin
Angriff
- Miroslav Klose
- Lukas Podolski
- Mario Gomez
- Kevin Kuranyi
- Oliver Neuville
- Patrick Helmes
Sonntag, 11. Mai 2008
:: 94 Minuten für die Nr. 21
Zunächst ging aber Abstiegskandidat Saragossa in Führung: Auf der rechten Angriffsseite entwischte Sergio García in der 19. Spielminute seinem Bewacher und konnte ungehindert in den Strafraum flanken, wo Oliveira zum 1:0 einschob. Real Madrid kam acht Minuten später durch Ruud van Nistelrooy zum Ausgleich. Kurz nach dem Pausentee kam Fabio Cannavaro auf die weltmeisterliche Idee, knapp außerhalb des eigenen Strafraums per Fallrückzieher zu klären, was natürlich weltmeisterlich misslang. Metzelder klärte in höchster Not zur Ecke.
Das Spiel blieb munter und unterhaltsam mit Chancen für beide Teams. Nach 72 Minuten wurden die Zuschauer im Estadio La Romareda Zeugen einer Premiere: Metze sah in seinem achten Spiel in La Liga seine erste gelbe Karte. Nur kurze Zeit später passte Gonzo Higuaín, der Held von Pamplona, mustergültig auf Robinho, der Saragossas Torhüter César überlupfte und die Gäste in Führung schoss. Doch noch gab sich das Team von Manuel Villanova – bereits Saragossas vierter Trainer in der laufenden Saison – nicht geschlagen und kam in den Schlussphase zu zahlreichen Möglichkeiten. Die meisten vereitelte Madrid-Torwart Jerzy Dudek mit Bravour, nicht jedoch die von Innenverteidiger Sergio, die in der 88. Minute zum Ausgleich führte.
Während Saragossa unter den Strich rutscht und vor der Begegnung mit Mallorca (schlug den FC Barcelona in Rijkaards letztem Heimspiel nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2) am letzten Spieltag zittern muss, darf sich der Meister über inzwischen 18 Punkte Vorsprung auf den gedemütigten Erzrivalen freuen – und über die Rückkehr der Nummer 21.
Samstag, 10. Mai 2008
:: Auf der Alm da gab es einen Punkt
Die Dortmunder Borussia wollte sich an Thomas Dolls Aussage "Wir wollen die Saison anständig zu Ende bringen" messen lassen und begann das Spiel recht engagiert und couragiert. Die abstiegsbedrohten Spieler von Arminia Bielefeld warteten auf Kontermöglichkeiten und ließen, die in roten Hemden aufspielenden Borussen gewähren. In der 24. Minute konnte sich Wichniarek von seinem Bewacher wegstehlen und den langen Pass annehmen, am Rande des Fünfmeterraumes wurde er dann durch eine Abwehraktion des Dortmunder Torhüters zu Fall gebracht. Nach einigen Augenblicken entschied Schiedsrichter Fandel in Verbindung mit seinem Assistenten auf Strafstoß. Den Elfmeter setzte Marx in die Mitte des Dortmunder Tores, wodurch er schwer zu halten war.
Die Notelf, die diesen Namen nicht verdient hatte, steckte nach der Bielefelder Führung nicht auf und versuchte den Ausgleich alsbald zu schießen. Das gelang schon in der 28. Minute durch Delron Buckley. Das erste Tor des Südafrikaners entstand durch eine schöne Kombination von Kuba auf Federico, der nicht im Abseits stand, und seinen genauen Pass auf Buckley. Trotz der hohen Temperaturen auf dem Rasen ging es munter weiter und somit konnte sich die Arminia schon in der 34. Minute erneut über die Führung durch Wichniarek freuen. Der Stürmer konnte sich erneut erfolgreich von seinem Bewacher lösen und unbedrängt aus kurzer Distanz einköpfen. Dieser Rückstand hatte bis zur Halbzeitpause Bestand und die Spieler konnten im Schatten neue Kräfte tanken.
Die zweite Halbzeit des Westfalenderbys begann mit guten Chancen für die Gäste aus Dortmund, beispielsweise mit einem strammen Schuss von Kuba. Nach etwa 60 Minuten mussten die Akteure auf dem Rasen den Temperaturen jedoch Tribut zollen, und die Partie verflachte ein wenig. Dies lag auch daran, dass die Arminia durch das 2:1 und die Zwischenstände der anderen Partien gesichert zu sein schien. In der 78. Minute gab es Unruhe auf dem Platz, als der Schiedsrichter Robert Kovac die zweite gelbe Karte in diesem Spiel zeigte und somit den Weg unter die Dusche freimachte. Mit jetzt noch 10 Spielern und einem 1:2 Rückstand wollten sich die Dortmunder nicht zufrieden geben und versuchten noch einmal einiges möglich zu machen.
Eine Standardsituation in Form eines Freistoßes (83. Minute) bot eine gute Möglichkeit doch noch einen Punkt zu entführen. Alex Frei legte sich den Ball zurecht und hämmerte ihn ans Lattenkreuz, von dort sprang der Ball an den Kopf des Bielefelder Schlussmanns – und plötzlich stand es 2:2. Durch diesen kuriosen Treffer endete der letzte Dortmunder Besuch im fremden Stadion mit einem Punkt.
:: Verletzung überstanden: Metze ist wieder da!
Eigentlich hatte alles eher harmlos angefangen, doch dann entwickelte sich aus Christoph Metzelders gereizter Plantarsehne eine mehrmonatige Zwangspause. Nach einem Comebackversuch im Januar war bald klar, dass der Teilabriss der Plantarfaszie am linken Fuß operativ behandelt werden musste. Knapp drei Monate nach dem Eingriff ist es nun endlich so weit: Trainer Bernd Schuster berief Christoph am Samstag erstmals wieder in den Kader.Wenn der alte und neue spanische Meister am Sonntagabend in Saragossa antritt, könnte sich der Innenverteidiger vielleicht sogar auf dem Rasen wiederfinden, denn die Abwehrkollegen Pepe und Gabi Heinze sitzen Gelbsperren ab. Für die ersten Spielminuten im Jahr 2008 wünscht der Metzelder FC seinem Ehrenmitglied viel Glück und Erfolg!
Freitag, 9. Mai 2008
:: FCI holt die Seuche ins Haus
Donnerstag, 8. Mai 2008
:: Pasillo und Packung
Nach einigem Abklatschen und Händeschütteln (kein Reis, keine Rosenblätter) widmeten sich die 22 Herren unter der Leitung des Unparteiischen Pérez Burrull dem Spiel, das sich schon bald zu einer klaren Sache entwickelte. Schon nach 12 Minuten ging Raúl mit der ganzen Würde seines Amtes voran und brachte die Hausherren mit einem Schuss aus der Drehung in Führung. Acht Minuten später traf Robben nach einem Freistoß von Guti per Kopf zum 2:0 Pausenstand.
Nach einer guten Stunde entschied sich Bernd Schuster, den 20-jährigen Siegtorschützen von Pamplona, Gonzo Higuaín zu bringen, der kurioserweise in dieser Saison noch kein komplettes Spiel absolvieren durfte. Kaum auf dem Platz, setzte sich der Argentinier schön im Strafraum durch und schloss selbst zum 3:0 ab. Sein Comeback nach einer Knöcheloperation feierte in der 77. Minute Stürmer Ruud van Nistelrooy, der sich von der Seitenauslinie fast direkt zum Elfmeterpunkt begeben konnte, von wo er in der 79. zum 4:0 vollstreckte. Der Treffer von Thierry Henry in der 88. Minute nach Vorarbeit von Messi taugte kaum noch zur Ergebniskosmetik.
Während Real Madrid seine 31. Meisterschaft mit diesem Torfestival krönte, kann sich der FC Barcelona von der direkten Qualifikation zur Champions League verabschieden – wohl ebenso wie von Trainer Frank Rijkaard. Das Urgestein der Blaugrana, Pep Guardiola, steht angeblich schon in den Startlöchern.
Sonntag, 4. Mai 2008
:: Real Madrid feiert die Meisterschaft
Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag: Kaum war wieder angepfiffen, legte der bereits verwarnte Fabio Cannavaro den Tschechen Plašil und durfte frühzeitig zum Duschen. Nass wurden im strömenden Regen von Pamplona auch seine zehn Kollegen, die mit glitschigen Bällen und rutschigem Geläuf augenscheinlich Probleme hatten. Als Gabriel Heinze den Ball in der 83. Minute im eigenen Strafraum mit der Hand spielte und Schiedsrichter Medina Cantalejo auf Strafstoß erkannte, war die Meisterschafts-Party scheinbar in weite Ferne gerückt. Puñal traf zum 1:0 für die Hausherren.
Doch dann ging alles ganz schnell: Zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit schlug Gonzalo Higuaín einen Freistoß vors Tor, wo Arjen Robben goldrichtig stand und per Kopf den Ausgleich markierte. In der 90. Minute erledigte Higuaín den Job dann höchstpersönlich und sorgte nach Vorarbeit von Sergio Ramos nicht nur für den 2:1-Endstand, sondern auch für den 31. Liga-Titel drei Spieltage vor Saisonschluss. Der weiße Meister-Jubel kannte trotz der 30 bereits errungenen Meisterschaften und nur ein Jahr nach dem letzten Titelgewinn keine Grenzen.
Der Schlusspfiff in Pamplona war noch nicht ganz verklungen, da drehten in der Hauptstadt Spaniens schon die ersten Madridistas hupend, singend und Fahnen schwenkend ihre Runden. Gegen 2 Uhr wird die Mannschaft am Cibeles-Brunnen, dem traditionellen Ort der königlichen Festivitäten, erwartet – es wird eine lange Nacht für die frischgebackenen campeones. ¡Felicidades!
Samstag, 3. Mai 2008
:: Madrid mit komplettem Kader nach Pamplona
Wenn die Mannschaft von Real Madrid also am Samstagabend um 18 Uhr am Trainingsgelände in Valdebebas zusammenkommt, werden alle 25 Spieler dabei sein und kurz darauf die Reise in den Norden Spaniens antreten, um im Idealfall am späten Sonntagabend gemeinsam den Gewinn der Liga feiern zu können. Nur einer der 25 wird im Estadio Reyno de Navarra mit Sicherheit nicht auflaufen: der am Knie verletzte Vize-Kapitän Guti. Das bringt uns zu einer weiteren Neuigkeit...
Viereinhalb Monate nach seinem letzten Einsatz für Real Madrid hat sich Christoph Metzelder am Freitag fit gemeldet und steht Bernd Schuster damit für die letzten Begegnungen zur Verfügung. Der im Februar operierte linke Fuß macht keinerlei Schwierigkeiten mehr, Metze absolvierte das volle Trainingsprogramm. Dass er schon in Pamplona zu seinem achten Liga-Einsatz kommt, darf aufgrund der langen Verletzungspause bezweifelt werden; ein gutes Zeichen für die EM-Teilnahme ist die Rückkehr in den Trainingsbetrieb aber allemal. Wenn alles glatt läuft, kann Metze nächstes Wochenende in Saragossa und am letzten Spieltag gegen UD Levante sogar noch etwas Spielpraxis sammeln – als Campeón!
Freitag, 2. Mai 2008
:: Borussia Dortmund spielt remis
Die erste Halbzeit im gutbesuchten Westfalenstadion offenbarte nur eine Torchance für den BVB durch Alexander Frei in der 25. Minute. Die Franken hatten zwei gute Chancen, die das Torwarttalent Marcel Höttecke jedoch vereitelte. Die Elf von Thomas Doll fand überhaupt nicht ins Spiel, es fehlten die Bewegung und die Ideen, nur Nervosität war ausreichend vorhanden.
Mit neuem Schwung aus der Kabine gekommen, versuchte Schwarz-Gelb den Druck in Richtung Nürnberger Tor aufzubauen. In der 51. Minute hatte Florian Kringe eine gute Kopfballmöglichkeit, die jedoch auf der Torlinie geblockt wurde. Die abstiegsbedrohten Nürnberger gewannen jetzt nach und nach an Selbstvertrauen und kamen dadurch zu guten Chancen. Doch mit einem Torwart, der auf der Höhe war, und mit etwas Glück (58. Minute Lattentreffer durch Kopfball von Kovac) blieb das torlose Unentschieden stehen.
Die Borussia löste sich aus der kurzzeitigen Umklammerung der Nürnberger und das Spiel wurde offener. Durch das erhöhte Tempo und einige Ideen entwickelten sich Torchancen auf beiden Seiten, die jedoch keine Mannschaft zum Abschluss bringen konnte. In der 71. Minute hatte Alexander Frei erneut eine gute Chance. Der schweizer Nationalstürmer lief alleine auf den Torwart zu, jedoch wurde der Winkel etwas zu spitz. In der 81. Minute gab es für die Nürnberger noch eine Großchance. Einen Freistoß konnte der Dortmunder Torwart mit einem sehr guten Reflex noch vor Jan Koller wegspitzeln.
Nach dem Spiel sorgte der "Dino" für das einzige Highlight eines grauenvollen Fußballabends, als er sich mit Tränen in den Augen vor "seiner" Südtribüne für den grandiosen Empfang bedankte, den ihm der schwarz-gelbe Anhang bereitet hatte.
:: archiv
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